Das Feuer meiner Kindheit....

 

Ich nannte sie die Feuerkäfer und sie machten mir keine Angst.

 

Es gab ein wundervolles Kinderbuch, da wurde ihr liebevolles Wirrwarr und die Ordnung ihrer Kinderstuben beschrieben und oft beneidet ich sie... waren sie doch ein Sinnbild für Harmonie, Liebe, Elternglück und Kinderfreude in der Natur.


 

 

Meine Feuerkäfer erinnern mich an die heißen Sommer meiner Kindertage. Die wochenlangen Urlaube auf sandheißem Boden und Spiele am Seerosenteich, auf glühenden – barfuß nicht vertragenden – „Mut“ Sandbergen und dem kühlenden Kiefernwald.


An einen kribbeligen Ameisenberg und die von anderen vergessenen bunten Ostereier, die wir noch Wochen später gefunden haben... lecker... und Spiele, die einfach waren und wir waren Freund – egal woher wir kamen...


An Sommer, so heiß, dass wir durchatmen, wenn der Landregen kam. Was ist Landregen? Kennen wir den heute noch... und wenn es mal ein bisschen mehr wurde, dann haben wir aus dem feuchten Sandboden Rinnsale gebastelt – einfach auf der nassen Straße sitzend und klitschnass.


Wurde es dann etwas mehr, dann regnete es Blasen und meine Oma sagte dann zu mir: „Wenn es Blasen regnet, dann regnet es drei Tage“... und irgendwie hatte sie recht...


Und wie waren wir froh nach der großen Hitze Kühlung und alle waren wieder erfrischt und munter da – auch die Feuerkäfer.

 

Eifrig liefen sie an den großen, alten Linden vor dem Haus auf und nieder... eine kleine lustig-emsige Autobahn von Feuersalamandern.

Gehe ich heute spazieren und treffe sie in fremden Landen wieder – leider viel zu selten - dann halte ich inne und werde ganz still und bedanke mich für diese wundervolle Erinnerung an unberührte KinderFerienTage.


Vielen, vielen herzlichen Dank.


 

 

"Angeschuppst" durch die Zeitschrift "Einsicht" der Kooperation mit der Natur für die Sommerzeitung 2013.